azena compliance
Du setzt KI im Unternehmen rechtssicher und verantwortungsvoll ein: Du kennst die Grundregeln des EU AI Act und der DSGVO, weißt welche Daten nie in ein KI-Tool gehören, wann du KI-Inhalte kennzeichnen musst, und baust eine einfache interne KI-Nutzungsrichtlinie samt Checkliste. WICHTIG: Dieser Kurs ist KEINE Rechtsberatung, sondern praktische Orientierung — im Zweifel entscheiden dein Datenschutzbeauftragter, das Justiziariat oder ein Fachanwalt.
Was du danach kannst
- Den EU AI Act in Grundzügen verstehen und die eigene Rolle (Provider vs. Deployer) einordnen
- Die vier Risikostufen kennen und KI-Anwendungen richtig einsortieren (besonders versteckte Hochrisiko-Fälle wie HR)
- Die verbotenen Praktiken und den geltenden Zeitstrahl der Fristen benennen
- DSGVO beim KI-Einsatz beachten: welche Daten dürfen in welches Tool, und warum
- Geschäftsgeheimnisse und Urheberrecht bei Eingabe und Ausgabe richtig bewerten
- Eine einfache interne KI-Nutzungsrichtlinie mit Checkliste und Dokumentation aufbauen
Das Curriculum
18 Lektionen · Schritt für Schritt
- 01
Warum dich das angeht — und was dieser Kurs NICHT ist
9′Schon ein einziger Prompt berührt Datenschutz, Geheimnisse und Urheberrecht. Hier lernst du, praktisch sicher zu handeln.
- 02
Der EU AI Act in 15 Minuten — auch Nutzer haben Pflichten
11′Die erste umfassende KI-Verordnung der Welt — und warum sie auch dich als reinen Anwender betrifft.
- 03
Die Risiko-Pyramide: vier Stufen — und der HR-Fallstrick
11′Vom Spamfilter bis zum Verbot: Wie der AI Act Anwendungen einordnet — und welche du leicht unterschätzt.
- 04
Verbotene Praktiken: die rote Linie (seit Februar 2025)
9′Was unter keinen Umständen erlaubt ist — und welche Bußgelder drohen.
- 05
Der Zeitstrahl: was gilt ab wann
10′Der AI Act kommt gestaffelt. Diese Daten solltest du kennen — und eine offene Reform im Blick behalten.
- 06
Transparenzpflichten (Art. 50): KI sichtbar machen
9′Ab 2.8.2026 musst du offenlegen, wenn etwas KI ist — Chatbots, KI-Texte, KI-Bilder, Deepfakes.
- 07
DSGVO trifft KI: personenbezogene Daten in Prompts
11′Was du in den Prompt tippst, kann personenbezogene Daten sein — und die DSGVO gilt voll.
- 08
Vertraulichkeit & Geschäftsgeheimnisse im Prompt
9′Nicht nur Personendaten sind heikel — auch interne Geheimnisse können durch einen Prompt ihren Schutz verlieren.
- 09
Urheberrecht von KI-Output — wem gehört, was die KI erzeugt?
10′Reiner KI-Output ist oft nicht geschützt — und kann zugleich fremde Rechte verletzen.
- 10
Eine interne KI-Nutzungsrichtlinie bauen
11′Aus allem Gelernten wird ein praktisches Dokument: klare Regeln, an die sich alle halten können.
- 11
Auftragsverarbeitung & Drittland-Transfer — wenn deine Daten reisen
11′Viele KI-Anbieter sitzen in den USA. Bevor personenbezogene Daten dorthin fließen, müssen AVV und Transfergrundlage stimmen.
- 12
Rechtsgrundlage & Betroffenenrechte — die DSGVO-Pflichten hinter dem Prompt
10′Jede Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage (Art. 6) — und Menschen haben Rechte auf Auskunft und Löschung, auch wenn KI im Spiel ist.
- 13
KI in Bewerbung & Personal — warum HR ein Hochrisiko-Bereich ist
10′KI zur Bewerberauswahl oder Mitarbeiterbewertung ist Hochrisiko — mit Pflichten zu menschlicher Aufsicht und Diskriminierungsschutz.
- 14
Haftung & Verantwortung — wer zahlt, wenn die KI Mist baut?
10′Die KI ist nie schuld — verantwortlich bleiben Menschen und Unternehmen. Menschliche Kontrolle ist dein bester Schutz.
- 15
Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) — vor dem Start prüfen
10′Bevor KI mit hohem Risiko auf personenbezogene Daten losgelassen wird, verlangt die DSGVO eine Folgenabschätzung (Art. 35).
- 16
KI & Mitbestimmung — der Betriebsrat redet mit
10′Führt ein Unternehmen KI ein, die das Verhalten von Beschäftigten erfassen kann, hat der Betriebsrat ein echtes Mitbestimmungsrecht (BetrVG).
- 17
Wenn etwas schiefgeht — Datenpanne & KI-Vorfall melden
9′Eine Datenpanne hat enge Meldefristen (DSGVO Art. 33/34). Wer einen Vorfall früh meldet, schützt Betroffene und das Unternehmen.
- 18
Dokumentation, Rechenschaft & die Vor-jedem-Einsatz-Checkliste
10′Wer KI einsetzt, muss es belegen können. Mit Mini-Register und Checkliste bist du auf der sicheren Seite.
Was du baust
Echte Artefakte, keine Theorie
Deine KI-Einsätze in die Risiko-Pyramide einordnen
Ergebnis: Deine 5 Einsätze mit Risikostufe + 1 Fall, bei dem du vor dem Einsatz Rücksprache halten würdest.
Daten-Triage: Was darf in welches Tool?
Ergebnis: Deine Datenarten in drei Kategorien sortiert + die Liste 'verbotene Datenarten' für eure Richtlinie.
Einen Kennzeichnungs-Standard entwerfen
Ergebnis: Dein Kennzeichnungs-Standard: betroffene Inhalte + 2-3 fertige Hinweis-Formulierungen.
Capstone: Deine KI-Spielregeln auf einer Seite
Ergebnis: Deine einseitige KI-Richtlinie + die 5-Fragen-Checkliste + ein Satz, wer im Unternehmen sie final freigeben/prüfen sollte (DSB/Justiziariat).
Die Risiko-Pyramide des EU AI Act
Vier Stufen — von verboten bis frei. Wo dein KI-Einsatz landet, entscheidet, welche Pflichten gelten.
Je höher die Stufe, desto strenger die Pflichten. Der häufigste Fehler: ein HR-Tool wie Bewerber-Scoring als „harmlos" einzustufen — dabei ist es Hochrisiko. Verbotene Praktiken (z.B. Social Scoring, Emotionserkennung am Arbeitsplatz) kosten bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 99).
2.2.2025
Verbote + KI-Kompetenz
2.8.2025
GPAI-Pflichten
2.8.2026
Transparenz + Hochrisiko
2.8.2027
weitere Hochrisiko-Teile
KI-Kompetenz (Art. 4) gilt bereits. Der „Digital Omnibus" (Vorschlag 19.11.2025) könnte Fristen noch verschieben — Mitte 2026 nicht final.
Transparenz: KI sichtbar machen
Chatbots offenlegen, KI-Inhalte und Deepfakes kennzeichnen, maschinenlesbar markieren. Gilt auch für reine Nutzer (Deployer).
Personenbezogenes im Prompt
Die DSGVO gilt beim KI-Einsatz voll. Prompts können zu Trainingsdaten werden — keine personenbezogenen Daten in öffentliche Tools ohne Prüfung; Geschäftsversion mit no-training + AVV (Art. 28).
Eine interne Nutzungsrichtlinie
Erlaubte Tools, verbotene Datenarten, Kennzeichnungspflicht, Verantwortliche — an Rollen gekoppelt. KI-Kompetenz (Art. 4) dokumentieren, damit der Einsatz verteidigbar bleibt.
Keine Rechtsberatung — praktische Orientierung. Verbindlich nur über Datenschutzbeauftragte, Justiziariat oder Fachanwalt. Gesetze und Auslegung ändern sich.
Deine eigene KI-Nutzungsrichtlinie auf einer Seite — mit Nova als Mentor, von der Risikostufe bis zur Checkliste.
Track startenBelege & Quellen
Jede Aussage ist belegt — echte, geprüfte Quellen statt Behauptungen.
Reinschnuppern
Gratis-VorschauGO vs. NO-GO — ein echtes Beispiel aus dem Track.
Wie der Track läuft
Mit Nova als Mentor
Dein KI-Mentor erklärt jedes Konzept, gibt dir fertige Claude-Code-Prompts und hilft bei jeder Frage.
Geprüftes Siegel
Nimm einen konkreten KI-Einsatz aus deinem Arbeitsbereich. Erklär Nova: In welche Risikostufe fällt er und warum? Welche Daten kommen ins Spiel und in welches Tool dürfen sie (DSGVO/Geschäftsgeheimnis)? Müsstest du das Ergebnis kennzeichnen (Art. 50)? Welche der 5 Checklisten-Fragen würde dich stutzig machen — und wann würdest du DSB oder Justiziariat einschalten, statt selbst zu entscheiden? Mach dabei deutlich, dass das Orientierung ist, keine Rechtsberatung.
In deinem Tempo
Rund 180 Minuten Kerninhalt — plus deine eigenen Projekte. Jederzeit pausierbar.
Fehler, die du vermeidest
- Personenbezogene oder vertrauliche Daten in kostenlose/öffentliche KI-Tools eingeben — sie können zu Trainingsdaten werden (Samsung-Fall).
- KI-Inhalte nicht kennzeichnen — ab 2.8.2026 ist das Pflicht (Art. 50: Chatbots, KI-Texte/Bilder, Deepfakes).
- Annehmen, KI-Output sei automatisch das eigene geschützte Werk — reiner KI-Output ist meist ungeschützt und kann fremde Rechte verletzen.
- Die eigene Rolle/Risikostufe falsch einschätzen — einen Hochrisiko-Fall wie die HR-Bewerberauswahl für harmlos halten oder ein Verbot übersehen.
- Keine Rechtsgrundlage und keine Dokumentation — die DSGVO-Rechenschaftspflicht (Art. 5 Abs. 2) ignorieren; ohne AVV/Nachweise ist der Einsatz nicht verteidigbar.
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